Haushalt

6 Tipps für einen gelingenden, entspannten Haushalt

Wie es jede Mama schaffen kann, ihren Haushalt in den Griff zu kriegen

Ein Mamaleben erfordert wahres Multitasking. Neben Spielen, Füttern, Einschlafhilfen, Organisieren des gesamten Familienlebens und Ehefrau-und-Freundin-Sein muss irgendwie immer auch noch der Haushalt geschafft werden…

Dabei gibt es zwei Extreme: Manche haben die perfekt aufgeräumte Wohnung, sind dabei aber ständig gestresst und können schwer Zeit für die schönen Dinge wie Ausruhen, Spielen mit den Kindern oder eigene Freundschaften finden. Andere Mamas geben einfach auf, sagen „Ich bin eben Mama und da kann man keine Ordnung halten“ und geben sich damit zufrieden, dass man hoffentlich noch einigermaßen findet, wonach man sucht.



Beide Zustände sind auf Dauer belastend. Ich glaube, das Ideal sollte daher irgendwo in der Mitte liegen – wo genau, muss aber jede Mama für sich entscheiden. Ich habe in den letzten Jahren in diesem Bereich einiges lernen dürfen (und müssen!). Kannst du auch Ideen gebrauchen? Hier sind meine 6 wichtigsten Tipps, um deinen Haushalt gut in den Griff zu bekommen:

Putzplan1. Entwickle Routineabläufe fürs Putzen und Aufräumen

Das hat meinen Haushalt revolutioniert! Wenn du nicht weißt, wo du eigentlich als erstes anfangen sollst, weil immer so viel ansteht, hast du hier die Lösung für dein Problem.

Mach dir eine Liste mit all den Dingen, die du regelmäßig im Haushalt bewältigen musst: Spülmaschine ausräumen, Wäsche laufen lassen, Saugen, Staubwischen usw. Überlege dann, wann für dich die beste Zeit ist, um sie zu erledigen.

Das kann auf drei Arten passieren:

Variante A: Ein Zimmer proTag.

Du legst für jeden Tag der Woche ein Zimmer fest, um das du dich kümmerst (z.B. montags Badezimmer, dienstags Schlafzimmer etc.). Das hat den Vorteil, dass du sicher bist, dass alle Zimmer regelmäßig aufgeräumt und geputzt werden (den Umfang bestimmst du natürlich selbst). Und du kannst dich nicht so leicht ablenken lassen :-).

Variante B: Eine Tätigkeit pro Tag.

Suche dir die passende Tageszeit für jeden Tag, an dem du jeweils eine Tätigkeit ausübst, z.B. montags Böden putzen, dienstags Staub putzen, mittwochs Spiegel etc. So hast du den Lappen oder Besen grade in der Hand und machst alles „in einem Wisch“.

Variante C: Eine Mischung der ersten zwei Varianten

Probier es aus! Ich versichere dir, du wirst nach kurzer Zeit eine Erleichterung feststellen. Und keine Sorge: 50 Prozent von einem Plan einzuhalten ist immer noch besser als 100 Prozent von keinem Plan. Hier ist mein persönlicher Wochen-Haushaltsplan als Inspiration für dich zum Downloaden.

2. Führe eine ständige To-Do-Liste

Briefe verschicken, Glasmüll wegbringen, Weihnachtsdeko in den Keller bringen… Hach, To-Do-Listen abzuhaken hat ja irgendwie etwas Erfüllendes. Blöd nur, wenn man ständig neue Listen anfängt, weil man die alten verlegt hat… Die Lösung ist, ein System zu nutzen, das für dich passt!

Bist du der Papiertyp? Leg dir ein schönes Notizbuch oder einen Block zu und führe dort deine Liste. Für uns funktioniert ein kleines Whiteboard in der Küche. Auch verschiedene Handy-Apps  (z.B. Evernote) bieten gute Möglichkeiten, mit denen ihr euch sogar innerhalb der Familie synchronisieren könnt. So weiß dann jeder Bescheid, was zu tun ist.

Was auch immer für dich passt, setze dich am besten abends hin und füge deiner Liste die Dinge hinzu, die für den nächsten Tag anstehen. So weißt du schon mal, was morgen auf dich wartet und kannst sicher sein, dass wichtige Dinge auch erledigt werden.

Tipp: Die App Trello (gibt es auch als Website www.trello.com) hat sich bei uns super bewährt!

Wöchentlicher Essensplan3. Schreibe einen wöchentlichen Essensplan

Wenn auch du nicht zu den wenigen überbegabten Hausfrauen gehörst, die mit links aus drei Zutaten im Schrank ein tolles Essen zaubern können, und wenn du es leid bist, ständig zum Supermarkt zu rennen, weil dir noch Kleinigkeiten fehlen, hilft nur eins: Ein Essensplan!

Mir hat es riesig geholfen, unsere Mahlzeiten eine Woche im Voraus zu planen und dann einmal für die ganze Woche alles einzukaufen. Es macht sogar Spaß! Du kannst bewährte Rezepte nehmen oder auch mal was Neues ausprobieren, du kannst für mehrere Tage vorkochen oder jeden Tag etwas Anderes, du kannst für eine Woche einkaufen oder sogar für zwei. Und du musst nicht mehr täglich grübeln, was auf euren Tellern landen soll – die Gedanken hast du dir ja schon am Anfang der Woche gemacht.

Wie du es auch machst: Ein Essensplan macht Einkaufen und Kochen viel entspannter und spart dir eine Menge Geld und Stress. (Übrigens: Bei uns gibt’s heute diesen Gnocchi-Auflauf!)

4. Führe einen Familienkalender

Mein Mann hat sehr unterschiedliche Arbeitszeiten und meist ist eine Woche ganz anders als die nächste. Nicht für jede Familie mag das so zutreffen, aber in jedem Haushalt ist es von Vorteil, über den Kalender des anderen Bescheid zu wissen. Aus diesem Grund solltet ihr mindestens einmal in der Woche eure Kalender abgleichen.

Du hast an dem Nachmittag einen Arzttermin? Dann kann ich da schon mal die Wäsche anmachen. An dem Nachmittag haben wir beide frei? Super, dann gehen wir alle ein Eis essen.

Auch hier helfen wieder Rituale: Mein Mann und ich setzen uns meistens an seinem freien Tag gemütlich auf die Couch und planen, während unsere Tochter schläft. Es lohnt sich: Zu wissen, was einen in der kommenden Woche erwartet, beugt Stress vor und hilft, die gemeinsamen Zeiten bestens auszunutzen.

Tipp: Eine Freundin hat mir dazu die App „Looping“ empfohlen, ich habe sie aber noch nicht ausprobiert. Hat jemand von euch Erfahrungen damit gemacht?

5. Behalte den Überblick über eure Finanzen

Nicht in jedem Haushalt ist die Frau für den Bereich Finanzen verantwortlich, aber da meist die Mama die Einkäufe macht, sollte sie auch einen guten Überblick über die familiären Finanzen haben.

Erstelle (am besten gemeinsam mit deinem Partner) ein Budget, indem du eure Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellst. Wie viel Geld bleibt übrig und wie wollt ihr es auf Essen, Vergnügen, Kleidung etc. aufteilen? Kommen demnächst irgendwelche größeren Anschaffungen auf euch zu? Es ist essentiell, über diese Dinge Bescheid zu wissen und sich Ziele zu setzen.

Tipp: Es gibt für Budgets viele wertvolle Apps. Auch unter www.daveramsey.com findest du eine Menge hilfreiche Tipps zu Finanzen.

Tipps, wie du deinen Mama-Haushalt organisierst6. Entwickle kleine Gewohnheiten im Alltag

Wie heißt es so schön: „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.“ Es sind die kleinen Dinge, die zusammengenommen die große Veränderung ausmachen.

Einige passende Schritte, die du dir angewöhnen solltest, sind z.B.

  • immer etwas ins andere Zimmer oder nach oben mitnehmen
  • die Tischoberflächen immer frei lassen
  • nach dem Essen direkt einmal den Boden fegen
  • Müll aus dem Auto sofort wegschmeißen
  • Kassenzettel wegwerfen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden
  • usw.

Wie sieht es bei dir aus? Setzt du alle diese Schritte schon lange in die Tat um oder besteht noch Veränderungsbedarf in deinem Haushalt? Hast du noch Tipps, an die ich nicht gedacht habe? Mich interessiert sehr, was du dazu denkst. Hab einen wunderbaren Tag!

 

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