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Wie du eine lange Autofahrt mit Kleinkind schaffst

Lange Autofahrten mit kleinen Kindern haben es in sich: Wenn du schon einmal mit einem knatschigen Kind im Stau gestanden hast, dann graut es dir wahrscheinlich vor der nächsten längeren Autofahrt.

Manche Eltern vermeiden sie sogar komplett und verschieben Autoreisen auf die Nach-Kleinkind-Zeit. Mit ein bisschen Planung und Vorbereitung schaffst du es allerdings, den Weg gut zu schaffen und sogar glücklich am Zielort anzukommen…

Sorge für eine entspannte Atmosphäre

Schon bevor die letzte Autotür geschlossen wird, solltest du damit beginnen, eine gute Atmosphäre vorzubereiten. Plane den Reisetag so, dass die Zeit vor der Abreise möglichst stressfrei verläuft und die Stimmung zwischen dir und deinem Mann, zwischen deinen Kindern und allgemein einfach entspannt ist. Schicke die Kinder am Tag vorher pünktlich ins Bett und achte auch darauf, selbst ausgeschlafen und ausgeglichen zu sein – das macht einen Riesenunterschied für die ganze Familie!

Denke an alle wichtigen Zeitfenster

Mache dir auch im Vorfeld schon Gedanken, wie du die Schlafenszeiten deines Kindes in eure Reise integrierst. Soll das Kind während der Fahrt schlafen? Wollt ihr eine Pause machen? Wenn du das Ganze schon vorher durchdacht hast, kannst die Abfahrtszeit und die Rastzeiten planen und fühlst dich von Anfang an gut vorbereitet.

Plane die „Sitzordnung“

Überleg dir gut, wer am besten wo im Auto sitzt. Unsere Tochter wollte eine Zeitlang auf keinen Fall alleine hinten sitzen, sodass meist mein Mann gefahren ist und ich neben ihr saß; mittlerweile ist das bei uns nicht mehr so das Problem.

Setze dich in jedem Fall so hin, dass es für alle entspannt ist, auch wenn das bedeutet, dass eben ein Elternteil auf der Rückbank sitzt. Nichts ist anstrengender, als während der Fahrt permanent nach hinten gebeugt das Kind zu beruhigen…

Wenn du alleine mit deinem Kind unterwegs bist, stelle auf den Beifahrersitz eine Tasche (gut festmachen, damit sie nicht rutscht!), in der alle Dinge verstaut sind, die du mal eben schnell gebrauchen könntest: Essen, Trinken, Ersatzspielzeug usw. Stelle den Kindersitz dann auf den Platz auf der Rückbank, den du mit einem kurzen Griff nach hinten am schnellsten erreichen kannst. Eventuell ist in diesem Fall auch ein Rückspiegel wie dieser* sinnvoll, um das Kind im Blick zu haben.

Ach ja: Eine Sonnenblendesolltest du natürlich sowieso immer im Auto haben…

Sei der Familien-DJ

Gute Musik ist nicht zu unterschätzen: Musik zum Zappeln, Musik zum Ausruhen, vielleicht für größere Kinder auch ein Hörbuch… Nimm passende CDs mit, an denen die ganze Familie Freude hat, oder stelle eine Playlist zusammen. Unsere Tochter liebt diese CD* (und mein Mann und ich auch)…

Sorge für gutes Catering

Dass Essen und Trinken mitgenommen werden müssen, ist klar, aber nicht alles ist für eine stressfreie Zeit im Auto geeignet. Nimm für dein Kind mindestens zwei Trinkbecher mit (falls während der Fahrt einer runterfällt)! Für Reisen hat sich bei uns dieser Becherbewährt und ich kann ihn dir wärmstens empfehlen.

Für das Essen während der Fahrt ist alles praktisch, was die Kinder etwas beschäftigt hält und ihnen gut schmeckt (und eventuell nicht so extrem krümelt). Bei uns kommen gut an:

  • Apfelscheiben (oder Birne, Pflaume, …)
  • Weintrauben oder Blaubeeren
  • Kirschtomaten, Gurkenscheiben
  • Bockwürste
  • Käsestücke und ähnliches.

Bei sehr langen Fahrten ist es auch super, für ein „Picknick“ an einem Rastplatz o.Ä. anzuhalten und dort gemeinsam zu essen.

Vergiss auf jeden Fall nicht, genug feuchte Tücher und Müllbeutel einzupacken!

Pack die richtigen Spielsachen ein

Ich empfehle dir eine gute Mischung aus „bewährt“ und „neu“.

Bewährte und beliebte Spielzeuge können sein:

  • Bücher (die Geräusche machen)
  • Mini-Autos, Tiere
  • Lieblingskuscheltier
  • oder was dein Kind sonst besonders liebt…

Eine Freundin hat mir von einem Auto-Spieltisch erzählt (wie dieser hier*) – ich finde das eine ganz großartige Idee, habe es allerdings bisher selbst noch nicht gebraucht.

Neue Dinge, die das Kind eine Weile beschäftigt halten, sind zum Beispiel:

  • kleine Taschenlampe
  • Strohhälme (unsere Tochter kann sich damit super beschäftigen)
  • Schlüsselanhänger
  • und ähnliche Kleinigkeiten, die glitzern, rascheln oder einfach ganz anders sind als das, was die Kinder so aus dem Alltag kennen.

Unsere Tochter liebt ihre Magnettafel (so eine wie diese hier*), auf der sie selbst malen kann und das Gemalte einfach wieder löschen kann (s. Bild rechts). Ich habe es noch nicht selbst getestet, aber mir gefällt auch sehr die Idee von diesem Malbuch*, in dem dein Kind einfach  gefahrenfrei mit Wasser malen kann.

Und als letzter Tipp: Ruhig bleiben!

Pampers, Wechselwäsche und ähnliches muss natürlich in greifbarer Nähe bleiben, aber das muss ich dir als Kleinkind-Mama ja wohl kaum erzählen :-).

Wichtig ist, sass dich nicht stressen, wenn etwas nicht nach Plan läuft. Achte darauf, dass auch dein Mann und du nicht zu kurz kommen, indem du eure Lieblingssnacks einpackst oder ein Buch, aus dem ihr euch gegenseitig vorlest.

Also dann, gute Fahrt! Und wenn doch mal ein Stau kommt, bleib ruhig: Du hast ja alles gut vorbereitet!

Alles Liebe,
Natalie

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